Samstag, 25. April 2009

Die größte Unnot überhaupt

Ja, ich war beim Arzt.

Nein, es ist nichts in Ordnung.

Ein kleiner fieser Knochen ist durchgebrochen (hinter den Zehengliedern unter dem Gelenk des großen Fußzehs zu Beginn des Mittelfußes: sucht den kleinen Knubbelknochen :) http://www.sq-lab.com/images/stories/labor/fuss-anatomie.jpg) und bereitet mir nun allerhöchsten Frust, Traurigkeit, Schmerzen, Ärger, Tatenlosigkeit, Machtlosigkeit und vor allem 8 Wochen Gips. Da es der rechte Fuß ist heißt es: kein Auto fahren. NICHTS. Einfach nichts machen. Für 8 Wochen? Na ich bin mal gespannt, wie sich das auf meinen Job auswirkt, der zu 97% nur aus Herumfahren besteht.

Und dementsprechend fühle ich mich hier auch. In der Unsicherheit, ob die Gasteltern mich hier behalten für 2 Monate nichts tun um danach noch knappe 2 Monate zu arbeiten. Oder ob sie in diesen 2 Monaten wirklich Hilfe brauchen und mich dadurch nicht hierbehalten können.

Alles im Unklaren. Auf der einen Seite bezweifel ich es, dass sie mich deshalb nach Hause schicken, auf der anderen Seite wäre das verständlich und nicht zu verübeln.

Und da hier ohne Auto nichts geht, stecke ich hier fest. Man kann nicht mal so eben mal mit der Bahn in die Stadt fahren als halt wie normal mit dem Rad. Ich bin immer darauf angewiesen, dass mich jemand durch die Gegend fährt, dass mich Ann vielleicht mal irgendwo hinfahren kann und, dass mich Freunde abholen. Jegliche Unternehmungsideen sind vorerst wohl auf Eis gelegt. Wenn mich jemand sehen will, muss er schon hier her kommen.
College geht damit auch nicht mehr. Sofern ich eine Fahrgelegenheit finde kann ich noch zum Chor. Aber Tennis, Schwimmen und Aerobic haben sich damit erledigt. Damit vermutlich auch jegliche Chance auf Tennistraining beim Teamcoach. Ich muss nun aber mit meinen Lehrern reden, ob ich zumindest, mit welcher Note auch immer, den Credit für den Kurs bekomme, um trotzdem all meine 6 Credits für das Jahr zusammen zu bekommen. Das Semester geht nur noch weniger als einen Monat von daher besteht leichte Hoffnungen. Ich werde sehen.

Und dementsprechend geht es mir heute Abend auch. Teneal hat mich mit ins Kino genommen, das war schonmal gut. Raus kommen. Das ist wohl einer der wichtigsten Sachen nun.
Sie ist eh so lieb. War total geschockt als ich ihr das am Telefon erzählt habe und hat sich sofort als ständige Fahrerin, soweit sie kann, angeboten. "Und auch wenn du abends um halb 9 Shampoo braucht, ruf mich an, Teneal, ich muss Shampoo kaufen."

Ansonsten werde ich nun sehen müssen, wie die nächsten Tage und Wochen vergehen werden. Das Wochenende bin ich erst mal alleine - das wird ein Spaß. Wie transportiert man mit Gipsfuß und Krücken denn eine Tasse Tee???

Die größte Unnot überhaupt.

1 Kommentar:

Oli hat gesagt…

Mensch, wie ist denn das passiert? Also ich wünsch dir gute Besserung und hoffe mal das die dich dann nach hause schicken! Das Café schreit nämlich schon^^! Nein im ernst: Gute Besserung und ich wünsch dir das das da alles klappt mit Credits ... Also bis die Tage, lg, Oli